Im Fokus: Frauen* mit Behinderungen am Arbeitsmarkt

  

„Behindert mich nicht!“ – Medienkampagne für mehr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

Mit der Medienkampagne „Behindert mich nicht!“ rückt das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Frauen* mit Behinderungen und ihre Situation am Arbeitsmarkt in den Fokus. Die Kampagne zeigt, dass Frauen* mit Behinderungen ein selbstverständlicher Teil der Arbeitswelt sind und über vielfältige Fähigkeiten, Qualifikationen und berufliche Erfahrungen verfügen.

Trotz ihrer Kompetenzen sind Frauen* mit Behinderungen bei der Arbeitssuche und im Berufsleben nach wie vor mit Vorurteilen, Hindernissen und eingeschränkten Möglichkeiten konfrontiert. Dabei sind es nicht ihre Fähigkeiten, die einer Beschäftigung im Weg stehen, sondern oftmals bestehende gesellschaftliche und strukturelle Barrieren. Die Kampagne verfolgt daher das Ziel, die Stärken und Potenziale von Frauen* mit Behinderungen sichtbarer zu machen, Unternehmen auf bestehende Hindernisse aufmerksam zu machen und ihre gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt zu unterstützen.

Dass weiterhin Handlungsbedarf besteht, verdeutlichen aktuelle Zahlen: Lediglich rund jede zweite Frau* mit Behinderungen ist erwerbstätig. Auch die Arbeitssuche gestaltet sich deutlich schwieriger. Mit einer durchschnittlichen Dauer von 23,1 Monaten benötigen Frauen* mit Behinderungen etwa dreimal so lange, um eine Beschäftigung zu finden, wie Frauen* ohne Behinderungen.

Mehr Perspektiven. Mehr Möglichkeiten.

Die Initiative möchte zu einem vielfältigeren und realitätsnahen Bild von Frauen* mit Behinderungen im Berufsleben beitragen. Im Vordergrund stehen dabei ihre individuellen Stärken, beruflichen Qualifikationen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Frauen* mit Behinderungen bereichern Unternehmen durch unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Blickwinkel. Diese Vielfalt kann neue Denkansätze fördern, innovative Lösungen ermöglichen und die Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens positiv beeinflussen. Voraussetzung dafür ist ein Arbeitsumfeld, in dem Inklusion und Chancengleichheit aktiv gelebt werden.

Darüber hinaus macht die Medienkampagne auf bestehende Beratungs-, Förder- und Unterstützungsangebote aufmerksam. Dazu zählen insbesondere die Leistungen des Netzwerks Berufliche Assistenz (NEBA).

Seit dem 1. September 2026 wird der TV-Spot zur Kampagne jeweils dienstags im Rahmen der Dokumentationsreihe „Ziemlich bestes Team“ im ORF-2-Konsumentenmagazin „konkret“ ausgestrahlt.

Parallel zum Kampagnenstart wurde auch die Website „Behindert mich nicht!“ veröffentlicht. Sie bietet weiterführende Informationen zur Beschäftigungssituation von Frauen* mit Behinderungen und gibt einen Überblick über verfügbare Beratungs-, Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten. Für Mitte Oktober sind zusätzliche mediale Maßnahmen geplant.



* Hinweis zur Schreibweise: Das Sternchen bei Frauen* und Männer* bringt die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten zum Ausdruck. Mit Frauen* sind alle Menschen gemeint, die sich als Frau verstehen oder als Frau wahrgenommen werden möchten. Dazu zählen beispielsweise auch trans, inter und nicht-binäre Menschen. Entsprechend umfasst Männer* alle Personen, die sich als Mann identifizieren oder als Mann sichtbar sein möchten. Das Sternchen verdeutlicht, dass Geschlecht vielfältig ist und über eine ausschließlich binäre Einteilung hinausgeht.